Paris, Donnerstag, 09. April 2009

Die 75 Fotos dieses Tages sind hier. Die Übersicht über alle Artikel und Fotos ist hier.

Heute gilt’s! Am letzten vollen Urlaubstag ist Power-Urlaubing angesagt, der Wecker klingelt um 08:15! Die Power ist schon bald erschöpft und deshalb stehen wir erst um 10 auf.

Wir optimieren die Abläufe, indem wir unser Frühstück bei Paul mitnehmen und uns die Zunge am Café unterwegs verbrennen. Mit Sicht auf den Arc de Triomphe setzen wir uns auf eine Bank und essen unser „Sandwich“-Baguette. Danach besichtigen wir den Bau und essen an seinem Fuß eine Tarte au Citron Wir vermeiden die Warteschlange am Schalter zum Aufstieg und flanieren statt dessen zur Champs Élysées. Der Shopping Terror erfaßt uns und Quantal kauft eine Schweizer Uhr bei Swatch… super-leicht und flach, das Gehäuse komplett aus Plastik, sogar wasserdicht bis 30 Meter!

Mit der Métro fahren wir zum Hôtel de Ville, dem unfotografierbaren Rathaus von Paris. Von dort gehen wir zu Fuß an weiteren Sehenswürdigkeiten vorbei zum Centre Pompidou, einem ultra-modernen Bau mit außen angebrachten Treppen und Versorgungsleitungen. Bevor wir dort hineingehen setzen wir uns noch in ein Café, um uns mit süßem zu verwöhnen. Hier ist man aber scheinbar an Kunden nicht sonderlich interessiert, so daß wir uns nach einiger Wartezeit unverrichteter Dinge wieder erheben. Statt dessen prüfen wir die Geschäftstüchtigkeit des amerikanischen Sternenburckhardts und werden dort wie üblich bedient, bevor wir auch nur die Karte studieren können.

So gestärkt stellen wir uns in die kurze Sicherheits-Warteschlange vor dem Eingang vom Centre Pompidou. Alle Taschen werden mehr oder weniger penibel durchsucht, bis auf die Rucksäcke von Rollstuhlfahrern, die unabgesucht passieren dürfen. Für die Benutzung der fantastischen Außenrolltreppe müßten wir einen Museumsbesuch kaufen, aber dazu haben wir keine Lust (und auch nicht auf die Warteschlangen). Statt dessen stöbern wir in einem Design-Laden, in dem sich allerlei sehr amüsante Kleinigkeiten für den täglichen Bedarf (oder auch nicht) finden, aber die absurden Preise halten uns vom Kauf ab.

Wieder außerhalb des futuristischen Baus durchstöbern wir mehrere Souvenirläden und kaufen Kleinigkeiten für die Familien daheim. Daraufhin benutzen wir die Métro und fahren zu Les Halles, den abgerissenen Markthallen. Dort treffen wir auf pures Stadtleben und genießen ein Crêpe am Stadtpark. Nachdem wir die Wasserspiele bewundert und die Skulptur „Écoute!“ (Hör zu!) von Henri Miller erlebt haben, besichtigen wir die außerordentlich imposante Kirche St. Eustache. Innen sind eine moderne Installation, die gegen den Abriß der Markthallen protestiert, das Grabmal von Colbert und ein echter Rubens hervorstechend, der da mal eben so herumhängt. Die Institution leidet aber offensichtlich unter Geldmangel, denn überall sind Bauschäden zu entdecken. Auch hier trifft man Ostervorbereitungen.

Die Métro bringt uns vom „mit 800.000 Pendlern täglich der meistgenutzte Nahverkehrsknotenpunkt in Europa“[1] Bahnhof Châtelet-des-Halles zur Opéra National. Daran vorbei gehen wir in das Stammhaus der Galeries Lafayette und bestaunen die schicki-micki Verkaufsstände sowie die unglaubliche Dachkuppel. Von der Dachterasse aus schießen wir viele Fotos von der riesigen Oper und den Pariser Dächern.

So voll wie jetzt waren die U-Bahnen noch nie und wir müssen tatsächlich unglaubliche, geschlagene, noch nie dagewesene SIEBEN Minuten auf unseren Zug warten! Im Hotel angekomen schauen wir wieder den Wetterbericht im Fernsehen und begeben uns dann in eine nahe Crêperie um dort unser Abendmahl zu nehmen. Das Gericht schmeckt sooo lecker, daß wir gleich noch ein zweites Crêpe (flambiert!) nachbestellen. In einem nahen Straßenkaffee nehmen wir noch einen Café, leider den schlechtesten, den wir in Paris zu uns genommen haben.

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Eine Antwort zu “Paris, Donnerstag, 09. April 2009”

  1. [...] Artikel zum Donnerstag, 09. April 2009, und die zugehörigen Fotos (75) [...]

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